Entdeckt: Das geheime Bundeswehr-Museum

Irgendwo tief versteckt in den Weiten Brandenburgs hat die Bundeswehr ein – noch – geheimes Museum eingerichtet. Ein Museum für die Gegenstände, Einsätze und Begebenheiten, die zur Geschichte der Streitkräfte des vereinten Deutschland gehören, über die man aber nicht mehr so gerne redet.

„Dennoch haben wir natürlich die Verpflichtung, auch die Erinnerung daran wachzuhalten“, betont Oberstleutnant d.R. André R. (Name verfremdet, geändert und abgekürzt), der dieses Museum leitet. „Wir achten nur darauf, dass möglichst niemand mitbekommt, was wir hier sammeln.“ Weiterlesen

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Seepferdchen statt Sea Lion – Re-Branding für deutschen Marinehubschrauber

Seepferdchen

Nach zahlreichen Berichten über Zweifel an der Eignung des geplanten neuen Marinehubschraubers NH90 zum Einsatz über Wasser reagiert nun der Hersteller.
„Wir haben festgestellt, dass wir kein technisches sondern ein kommunikatives Problem haben“, so ein Airbus-Unternehmenssprecher. „Daher haben wir uns entschlossen, das Branding des Projektes an die Leistungsfähigkeit anzupassen. Statt Sea Lion heißt der Hubschrauber ab sofort Seepferdchen. Den Sprung vom Beckenrand, 25 m Schwimmen und Heraufholen eines Gegenstandes mit den Händen aus schultertiefem Wasser, schafft die Maschine ohne Probleme.“ Weder das Bundesverteidigungsministerium noch der Inspektuer der Marine wollten zu diesem überraschenden Entschluß Stellung nehmen.

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Wirtschaftsprüfer raten: Autos statt Abfangjäger

QRA-Haltestelle2

Vor der Übergabe eines Gutachtens von Wirtschaftsprüfern und Anwälten an Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am 6. Oktober sind weitere Details aus der Studie bekannt geworden. Unter anderem raten die externen Experten zu einem revolutionären Schritt für die Luftverteidigung: Die so genannten Quick Reaction Alerts (QRA), rund um die Uhr bereitgestellte Abfangjäger, sollten kostengünstig durch Autos ersetzt werden.

Zur Begründung heißt es in der mehrere tausend Seiten starken Untersuchung, die hochkomplexen Waffensysteme vom Typ Eurofighter seien angesichts der Aufgaben für die QRA nicht wirtschaftlich einzusetzen. Weiterlesen

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Bundeswehr bietet Überraschungsreisen an

Das Verteidigungsministerium macht aus der Not eine Tugend und bietet ab sofort Überraschungsreisen mit der Transall an. Nach erfolgreichen Versuchen, bei denen deutsche Soldaten unter anderem in Bulgarien und auf Gran Canaria gestrandet sind, soll das Programm laut des Interims-Leiters Travel-Management im BMVg, Oberstleutnat Michael O’Leary, das Programm auf die Destinationen Mallorca, Lampedusa und Kreta ausgedehnt werden. O’Leary, im Hauptberuf Chef einer erfolgreichen Billigairline, freut sich, dass er seine Kompetenzen im Rahmen des deutsch-irischen Reservistenaustausches so schnell einbringen kann. „Die Arbeit im Verteidigungsministerium ist eine wertvolle Erfahrung. Ich kann zahlreiche Anregungen mitnehmen, unseren ohnehin schon unterirdischen Kundenservice noch weiter zu reduzieren, und von der Ministerin lerne ich jeden Tag, wie ich das dennoch als Erfolg verkaufen kann.“ Gerüchteweise interessiert sich nun auch die Lufthansa für eine intensivere Zusammenarbeit mit der Bundeswehr. Das Unternehmen hat Schwierigkeiten, seine Billigtöchter am Markt zu etablieren und bereitet sich gerade auf den nächsten Pilotenstreik vor. Von der Kooperation verspricht man sich unter anderem Erkenntnisse darüber, wie kurz sie ihre eigenen Piloten halten kann, ohne dass diese die Arbeit komplett niederlegen.

(Foto: Bundeswehr/S.Wilke via Flickr unter CC-BY-NC-ND-Lizenz)

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Verteidigungsministerium kündigt sämtliche Abonnements

Überraschender Strategieschwenk im Bendlerblock: Anstatt öffentliche Quellen gezielt auszuwerten, wird sich die Bundeswehr konsequent aus jeglicher Medienbeobachtung zurückziehen. Ein erster Schritt, so ein Sprecher des Verteidigungsministeriums, sei es, alle laufenden Abonnements deutscher Qualitätsmedien zu kündigen. Inwieweit davon auch das Gala-Abonnement der Ministerin betroffen sei, wollte der Sprecher nicht kommentieren. Informierte Kreise gehen allerdings davon aus, dass diese und weitere Zeitschriften in jedem Fall als Freianweisungen weiter der Truppe zur Verfügung stehen werden.

Hintergrund des neuen Kurses dürfte die erregte Debatte um den geplanten Einsatz so genannter Monitoring-Tools durch die Bundeswehr sein, den eine Anfrage der Partei Die Linke enthüllt hatte. „Die Bundeswehr hat sich jahrelang nicht darum gekümmert, was über sie gesagt wurde. Da muss sie jetzt auch nicht damit anfangen.“, sagte ein altgedienter Propagandaoffizier, der namentlich nicht genannt werden wollte, der Feltpost. „Außerdem stehen im Internet ohnehin nur Lügen.“

Etwas besorgter scheint man dagegen in der neu aufgebauten Zentralredaktion der Bundeswehr zu sein. Die „ZRedInfoAbW“ hat erst unlängst die ehemaligen Räume der gescheiterten Nachrichtenagentur dapd in der Berliner Reinhardtstrasse bezogen.  Nun geht die Angst um, dass dem neuen Content-Center der Streitkräfte das gleiche Schicksal wie ihrem Vormieter drohen könnte. Redaktionssoldat Oberstabsgefreiter Manfred H. klingt beinahe verzweifelt: „Mein Chef hat mir gesagt, dass ich jetzt nicht mehr Yps und Bravo bekomme. Woher soll ich denn jetzt wissen, worüber die coolen Kids reden, die meine neuen Kameraden sein könnten?“ Unsicher ist auch, ob die Soldaten der Redaktion ihre Facebook- und Twitter-Accounts nutzen dürften. So macher vermutet daher auch eine gezielte Aktion einiger Linken- und Grünen-Politiker, die – so hört man hinter vorgehaltener Hand – nur darauf aus seien, die sozialen Netze mit steilen sicherheitspolitischen Thesen und anderem Unsinn zu dominieren, ohne dass ihnen jemand mit Sachverstand reinquatsche. Auch in den sozialen Netzwerken gelte schließlich der Primat der Politik. Na dann.

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Weiche Welle bei der Wehr: Falscher Beatles-Hit beim Staatssekretärsabschied

Was ist los mit der deutschen Militärmusik? Bei der Verabschiedung des Parlamentarischen Staatssekretärs Christian Schmidt aus dem Verteidigungsministerium am Dreikönigstag machte das Stabsmusikkorps der Bundeswehr auf weiche Welle: In der Serenade spielten die Bundeswehr-Musiker auf einmal den subversiven Beatles-Hit All you need is love

Dabei hatte sich der Franke Schmidt für seine Serenade doch die gewohnten zackigen Stücke ausgesucht: Des Großen Kurfürsten Reitermarsch von Cuno Graf von Moltke, das Frankenlied von Richard Stegmann und den Kaiserjäger Marsch von Karl Mühlberger. Als viertes Stück – nach achtjähriger und damit längster Staatssekretär-Tätigkeit im BMVg darf’s auch mal eines mehr sein – wählte Schmidt einen Beatles-Hit als nicht zu überhörende Botschaft an die neue Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen: Let it be!

Doch im Stabsmusikkorps kam so viel Härte nicht an. Auch andere Politiker hatten zum Abschied auf die sentimentale Karte gesetzt, so der scheidende Kanzler Gerhard Schröder mit I did it my way. Klammheimlich tauschten die Musiker deshalb kurzfristig die Noten aus – aus Let it be wurde All you need is love.

Die weiche Welle scheint in der deutschen Militärmusik unhaltbar auf dem Vormarsch; im Afghanistan-Einsatz wurden bereits Blaskapellen gesichtet, die die traditionellen Märsche durch Weihnachtschoräle ersetzten. Nach dem Ausscheiden von Schmidt ist auch im Verteidigungsministerium niemand mehr da, der diesem Verfall mit disziplinarischen Mitteln beikommen könnte. An seiner neuen Arbeitsstelle als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung kann der langjährige Verteidigungspolitiker die gewohnte Disziplin nur noch im direkten Gespräch mit seinen neuen Mitarbeitern durchsetzen: Vorträge, in denen auf den Dirk und die Heidi Bezug genommen wird, werden dort künftig nicht mehr zulässig sein. Künftig gilt auch in dem Ministerium die Sprachregelung der Herr Bundesminister Niebel und die Frau Bundesministerin Wieczorek-Zeul, wenn von früheren Amtsinhabern die Rede ist.

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Neuer Bundeswehr-Trend Home Office: Kämpfen von zu Hause

Die neue Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat der Bundeswehr den Trend für das Jahr 2014 vorgegeben: Ich hoffe, dass ich weiter viel von zu Hause aus steuern kann, sagte die Ministerin der Illustrierten Bunte. Die Truppe hat sich auf die neue Herausforderung sofort eingestellt: Mehrere Arbeitsgruppen sowohl im Ministerium als auch in den Teilstreitkräften untersuchen jetzt Möglichkeiten, die Arbeit der Soldaten ebenfalls nach Hause zu verlagern und so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern.

Erste Ergebnisse einer Arbeitsgruppe Häuserkampf liegen bereits vor: Handelsübliche Tablet-Computer wie Apples iPad (Foto oben) können nach den Untersuchungen problemlos für das Kämpfen von zu Hause angepasst werden. Die Bediener von Drohnen, Überwachungsanlagen oder Artilleriegeschützen können so einfach ihren Auftrag aus dem heimischen Wohnzimmer erfüllen und müssen nicht unter familienfeindlichen Bedingungen Dienst tun. Dass Apple mitgezogen hat und seinen AppStore in Rekordzeit für unsere Bedürfnisse geöffnet hat, hat dabei sehr geholfen, berichtet ein Oberstleutnant aus der Arbeitsgruppe. Der nächste Schritt wird die Fernsteuerung der Hubschrauber per Computer.

Das Kämpfen aus dem Wohnzimmer ist allerdings nicht ganz unproblematisch: Bei ersten Tests konnten die Kinder von Soldaten gerade noch daran gehindert werden, Artilleriegranaten vom Tablet-Computer ihres Vaters abzufeuern. Menno, damit hätte ich den nächsten Level erreicht!, beschwerte sich ein Siebenjähriger beim Wehrbeauftragten, der sich allerdings für Minderjährige nicht zuständig erklärte. In besonderen Kursen soll die Truppe künftig für die Auswahl sicherer Passwörter geschult werden, die solche Zwischenfälle ausschließen: So was wie ‚ArtBtl132‘ ist kein sicheres Passwort, betonte einer der Trainer des Bundesamtes für Ausrüstung, Infrastruktur  und Nutzung.

(Foto: US Marines/Cpl. Rashaun X. James)

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